5.6.24, beck-aktuell

Um Frau­en und Män­ner im Ar­beits­le­ben tat­säch­lich gleich­zu­stel­len, be­darf es mehr als halb­her­zi­ger För­der­pro­gram­me. Wie ein ech­ter Struk­tur­wan­del ge­lin­gen kann, be­schreibt An­walts­be­ra­te­rin Bar­ba­ra Hel­ten.

Rund 50 Frauen aus verschiedenen Branchen hatten sich an einem Mittwochvormittag in den Räumen einer Anwaltskanzlei versammelt, um über Solidarität unter Frauen zu diskutieren. Ein vermeintlich alter Hut. Schließlich gibt es Frauennetzwerke und -initiativen in Kanzleien und anderswo wie Sand am Meer. Die Themen ähneln sich: Frauen vernetzen sich weniger erfolgreich als Männer und sind angeblich untereinander zu wenig solidarisch. Gespräche drehen sich um fehlende Kinderbetreuungsplätze und Klagen über Männer. Doch irgendetwas war diesmal anders, es entwickelte sich eine fruchtbare Diskussion über notwendige Solidarität unter Frauen.